Archäologisches Landesmuseum Brandenburg

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Das Archäologische Landesmuseum Brandenburg begeistert schon durch seinen Standort: Es befindet sich im historischen Paulikloster, einem eindrucksvollen gotischen Backsteinbau, der dem Museumsbesuch eine ganz besondere Atmosphäre verleiht. Geschichte beginnt hier also nicht erst in den Vitrinen, sondern bereits beim Betreten des Gebäudes. Die Dauerausstellung führt über einen Zeitraum von rund 130.000 Jahren durch die Vergangenheit Brandenburgs – von der Steinzeit bis in die Neuzeit – und zeigt eine große Vielfalt an originalen Fundstücken. Besonders beeindruckend sind außergewöhnliche Exponate wie uralte Werkzeuge, Schmuck, Grabbeigaben, Münzschätze und Alltagsgegenstände, die das Leben früherer Menschen anschaulich widerspiegeln.

Uns gefiel vor allem die klare, chronologische Struktur der Ausstellung, durch die man sich leicht orientieren kann. Die moderne Präsentation mit Modellen, Rekonstruktionen und multimedialen Elementen macht die Inhalte verständlich und lebendig – auch für Menschen ohne archäologisches Vorwissen. Wir empfanden das Museum als sehr informativ, ohne dabei überladen zu wirken. Zusätzlich wird das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis hervorgehoben: Für einen vergleichsweise günstigen Eintritt erhält man eine umfangreiche, hochwertige Ausstellung. Auch das ruhige, stilvolle Ambiente des Klosters trägt zu einem unvergesslichen Museumsbesuch bei. 

 



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Der Museumspark Rüdersdorf wird mit 35 anderen geologischen Highlights in Deutschland im Buch "UrZeitReisen" von Wilfried Rosendahl, Robert Darga und Volker Wrede vorgestellt. 

Im Germanischen Becken wurden vor 247 bis 240 Mio. Jahren große Mengen an Kalk von abgestorbenen Muscheln auf den Ablagerungen des Zechsteinmeers abgelagert. Gegen Ende des Muschelkalkes gab es zwischen dem Germanischen Becken und dem Tethys-Meer keine Verbindung mehr, was zu einer Austrocknung führte. Diese besondere Ablagerungssituation führt zu einem Salzkissen, was die Schichten des Muschelkalkes um rund 1000m nach oben beförderte. Nur dadurch kann der Kalk hier in Rüdersdorf bodennah abgebaut werden.

Der Kalkabbau begann im 13. Jahrhundert durch Mönche und drei Jahrhunderte später wurde Branntkalk hergestellt. Die industrielle Förderung mit Zementherstellung, Baustein-Abbau begann um 1885, nachdem in der neuen Reichshauptstadt Berlin ein Bauboom durch die Reparationskosten Frankreich nach dem verlorenen Krieg 1871 einsetzte.

Zahlreiche Gebäude wie das Fundament des Brandenburger Tores und des Olympiastadions wurden mit Kalk und Zement aus Rüderdorf errichtet.



Die Besichtigung und der Aufenthalt im Museumspark kann zwischen zwei Stunden und dem ganzen Tag variieren; für die einfache Besichtigung der imposanten Industrieanlagen benötigt man 2,5 - 3 Stunden. Dabei legt man rund 2-3 km in Mitten von Natur zurück. Man merkt die meiste Zeit gar nicht, dass dies ein Industriegelände neben einem Steinbruch ist. Für Kinder gibt es noch einen kleinen Streichelzoo und einen großen Spielplatz mit Picknickstelle, so dass man sich nach dem Besuch und den Strecken erholen kann.

Wir buchten die normale Besichtigungstour. Der Audioguide erzählte mehr als auf den Informationstafeln stand, was unseren flow eher bremste. Die Infotafeln, insbesondere die um das kleine Museum, sind ausreichend.

Der nahegelegene Parkplatz ist groß bemessen. Die einzige Stromsäule des Wohnmobilstellplatzes steht ungünstig an der Ver- und Entsorgungsstation, so dass man mit dem Wohnmobil zwar ausreichend Strom hat, das Kabel aber über der Parkplatzzufahrt verläuft.

Man kann locker einen ganzen Tag hier verbringen, was nicht nur am Museumspark, sondern auch an seiner malerischen Umgebung direkt am Wasser liegt. Selten eine so gute Kombination gesehen. Fazit: Absolut empfehlenswert.